Dialyse – zeitraubende Behandlung

Früher oder später kommt dann aber doch der Tag an dem die eigenen Nieren, trotz aller Bemühungen, nicht mehr ausreichend arbeiten.

Neben der Planung der bei Kindern fast immer möglichen Nierentransplantation, gilt es jetzt das Kind und seine Familie auf die Belastungen einer Dialysebehandlung vorzubereiten

Es gibt zwei Dialyseverfahren, die gleichwertig sind. Die vielen bekannte Hämodialyse (Blutwäsche) und die Peritonealdialyse (Reinigung des Körpers über das Bauchfell).

Die Hämodialyse muss mindestens dreimal in der Woche für mindestens vier Stunden unter genauer Überwachung im Kinderdialysezentrum stattfinden. Nur dort gibt es ein mit den vielen Besonderheiten der Dialyse bei Kindern vertrautes und erfahrenes Behandlungsteam.
Für die Hämodialyse wird meistens ein spezieller Katheter vom Hals aus, in einem Tunnel unter der Haut, in die obere Hohlvene vor dem Herz dauerhaft eingelegt.

Demgegenüber wird bei der Bauchfelldialyse der Katheter in die Bauchhöhle eingesetzt. Sobald er eingeheilt ist, lässt man durch ihn mehrmals täglich "saubere" salzhaltige Spüllösung einlaufen. Diese nimmt durch das Bauchfell Abfallstoffe auf und wird Stunden später "schmutzig" wieder abgelassen. Das machen nach gründlicher Schulung die Eltern daheim, sodass sie mit dem Kind dann nur noch ein- oder zweimal im Monat zur Untersuchung und Bestimmung der Blutwerte ins Kinderdialysezentrum kommen müssen.

Weil diese Dialyseform, anders als die Hämodialyse, durchgehend und nicht nur jeden zweiten Tag gemacht wird, schwanken die Blutwerte geringer und sind die Ernährungsregeln nicht so streng. Für kleine Kinder kommt nur diese Dialyseform infrage.

Bei der Entscheidung, welches das beste Dialyseverfahren für ein bestimmtes Kind ist, spielen – neben den entscheidenden medizinischen Gesichtspunkten – die Entfernung des Wohnortes vom Kinderdialysezentrum, die familiären Umstände und bei größeren Kindern auch der eigene Wunsch eine Rolle.